Submarket
m18, das Haus der Studierenden in Weimar - StuKo, VdaS und Fachschaften machen hier Hochschulpolitik, Studierende servieren fair gehandelten Kaffee aus der Elektra im s140, verkaufen Biowaren im Kontor und Schreibwaren im stift zum Einkaufspreis, organisieren in ihren Büroräumen das Seifenkistenrennen Spacekid Headcup. Subsignal, wireless Weimar und pingfm haben ihre Computerwerkbank und Sendestation aufgebaut und jedem steht Raum offen zum Hinsetzen, Planen, Besprechen und Machen. Das ist die m18.
Entstanden ist sie in ihrer heutigen Nutzung aus der Idee, daß das Haus, welches die Universität für den StuRa sanierte, ihm allein viel zu groß wäre und auch anderen Gremien, Gruppen, Projekten und Initiativen ein Zuhause sein könne.
Den Dialog zwischen den Verhandlungspartnern StuRa, Fachschaften und dem Cafe s140 habe ich mitinitiiert und die Diskussion der potentiellen Nutzer um ihre Bedürfnisse solange in einem Text protokolliert und hin-und herformuliert, bis eine gemeinsame Absichtserklärung von studentischer Seite verabschiedet wurde, die der Universitätsverwaltung vorgelegt werden konnte. Als diese das Nutzungskonzept angenommen hatte, wurde das Haus von Studierenden in einem freien Projekt ausgebaut. Und mittlerweile ist studentisches Leben in Weimar ohne m18 nicht mehr denkbar.

Absichtserklärung Februar 2001

des StuRa, der Fachschaften Architektur, Bauingenieurswesen, Gestaltung, Medien und des VdaS über die gemeinsame Nutzung des Hauses Marienstraße 18.

Im Juni 2001 wird dem StuRa der Bauhaus-Universität die Marienstraße 18, ein Haus von ~750 qm Innen- und Außenfläche überreicht. Um diesen Freiraum zu nutzen, möchten wir in der Marienstraße einen gemeinsamen Sitz der studentischen Vertretungen einrichten. Dies allein füllt längst nicht den zur Verfügung stehenden Platz. Weiterhin ziehen deshalb die Läden Food-Coop und Ratzefummel, sowie das Cafe S 140 ein.

das Haus_

Nach der Sanierung durch das Staatsbauamt werden der Keller, das Erd- und Obergeschoss renoviert und ausgebaut sein. Aus der für die Sanierung bereits geplanten Nutzung, hat sich die Idee eines offenen und öffentlichen Studentenhauses entwickelt. Durch den Ausbau des Dachgeschosses, der dem StuRa und somit der Studierendenschaft überantwortet wurde, entsteht zusätzlicher Raum, der mit politischer und kultureller, studentischer und freier Arbeit belebt werden soll.

Erdgeschoss_ leben

Dem Erdgeschoss kommt dabei als zugänglichstem Stockwerk zentrale Bedeutung zu. Im linken, südlichen Teil befindet sich das Cafe mit ~70 qm Innenfläche, im Sommer besteht die Möglichkeit, den Garten zum Gästeraum zu erklären und durch die Fenster zu verkaufen. Nebenan finden sich die studentischen Läden Food-Coop und Ratzefummel. Das Cafe spielt in seiner Eigenschaft als Ort der Kommunikation eine entscheidende Rolle. Es ist gemeinsam mit den Läden jenes Element, welches das Haus mit täglichem Leben füllt.

Obergeschoss_ arbeiten

Im ersten Stock ist Platz für offene und öffentliche Projekte geschaffen. Der StuRa kann dadurch freie Projekte künftig nicht nur finanziell, sondern kurz- und mittelfristig mit Raum zum Arbeiten und Präsentieren unterstützen. Kernstück des Obergeschosses ist die Einrichtung eines Besprechungsraumes, der vorrangig dem StuRa, den Fachschaften und dem VdaS, nachfolgend allen Interessierten für öffentliche und geschlossene Sitzungen bereitsteht. Die Räume im gesamten Obergeschoss sollen durch zeitlich begrenzte Vergabe in der studentischen Landschaft flexibel und vielfältig gestaltbar sein und die Marienstraße 18 damit langfristig zur Anlaufstelle für studentische Aktivitäten machen.

Dachgeschoss_ studentische Organisation

Im Dachgeschoss finden sich die Studentenvertretungen; der Studierendenrat, die Fachschaften der Fakultäten und der Verband der ausländischen Studierenden (VdaS). Dieses Haus ist für uns Anlaß für den Versuch, uns eine gemeinsame Arbeitsfläche und Infrastruktur zu teilen. Wir hoffen durch das gemeinsame Haus sowohl die eigene interne Kommunikation als auch die der Studierenden untereinander zu verbessern. Der Informationsfluß und die Verbindungspunkte sollen transparent gestaltet werden. Eine offene, flexible Struktur fördert das Vermögen, an uns gestellte und selbstgewählte Aufgaben zu lösen, Projekte zu realisieren.
Die gemeinsam genutzte Arbeitsplattform im Dachgeschoss muß höchsten Ansprüchen gerecht werden. Die zu erwartende, ausgewogene Gleitzeit-Nutzung der Arbeitsplätze ermöglicht eine den Arbeitssituationen entsprechende Aufteilung des Raumes. Bei der Aufbewahrung des eigenen Materials soll eine Einteilung nach Gremien erhalten bleiben.

Ausbauen_

Die planerischen und baulichen Details müssen erarbeitet werden. Dies geschieht in Gruppen aus Studenten, Studentenvertretern und eventuell Vertretern der Bauhaus-Universität. Es gibt Bemühungen, die Entwicklung und Abwicklung rund um die Marienstraße 18 als ein alle Fakultäten beteiligendes Projekt betreuen zu lassen.
Wir glauben, durch die ideale Lage mitten im Campus, durch die Bündelung von Platz für Freizeit und Arbeit, durch die Beweglichkeit in der Raumnutzung und Kanalisierung von Informationen einen Knotenpunkt im studentischen Leben von Weimar schaffen zu können.

Nachdem die m18 von ihren Nutzern bezogen und schon 2 Jahre in vollem Betrieb war, vergab der StuRa den Auftrag für eine Broschüre, in dem die von ihm unterstüzten und geförderten Initiativen Weimars präsentiert werden sollten. Zu viert begaben wir uns an die Arbeit: Recherche, Text- und Bildredaktion, Konzept, Layout sowie die Druckbetreuung wurden von uns durchgeführt. Eine Seitenauswahl: